Herzlich willkommen

Das erste Haus von Gaudí

Alles hat einen Anfang, und in diesem Haus dachte Antoni Gaudí zum ersten Mal an kurze Entfernungen und die Intimität von Emotionen und Wünschen. Dieses erste Haus des Genies des Modernismus ist Weltkulturerbe der UNESCO und der Keim eines universellen Stils, dem eine Phase des Experimentierens vorausging. Deshalb ist Casa Vicens modern und gleichzeitig eine Mischung aus verschiedenen Einflüssen; sie vereint katalanische, islamische, japanische und englische Inspirationen und Techniken.

Alle Häuser haben einen Anfang. Wir Menschen haben einen Anfang. Herzlich willkommen am Anfang von Gaudí.

Das Haus

1883-1885. Die Casa Vicens, ein Projekt von Gaudí
Der Börsenmakler Manel Vicens i Montaner (1836-1895) beauftragte den 31-jährigen Gaudí mit dem Bau seines Sommerhauses. Es war Gaudís erstes Gebäude in Barcelona, bei dem sich bereits sein großes Talent zeigte.

1925. Die Erweiterung durch Serra de Martínez
Die Familie Jover, Eigentümerin des Hauses seit 1899, verwandelte es in ihren Hauptwohnsitz. 1925 plante Joan Baptista Serra de Martínez (1888-1962) den Umbau, dem Gaudí zustimmte. Casa Vicens verwandelte sich von einem Einfamilienhaus am Stadtrand zu einem normalen Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen, einer pro Stockwerk.

2015-2017. Die Rückkehr zu Gaudí
Nach dem Erwerb durch MoraBanc im Jahr 2014 wurde das Haus umgebaut, um das ursprüngliche Projekt von Gaudí wiederherzustellen und zu würdigen, und um die notwendigen Voraussetzungen für ein Museumshaus des 21. Jahrhunderts zu schaffen.

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DAS ERDGESCHOSS
Casa Vicens

Die Fassaden

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Casa Vicens

Gaudí schafft an den Fassaden der Casa Vicens ein Spiel von Ein- und Ausgängen, von Licht und Schatten, das ganz klar orientalisch inspiriert ist. Diese Inspiration zeigt sich vor allem bei der Verwendung von Farbe und den verzierten Keramiken.  Ästhetik und Dekoration der Fassade heben den Wert der Materialien im Originalzustand (Stein, Ziegel, Keramik, Schmiedeeisen und Holz), den Wert ihrer Textur und ihre Ausdrucksmöglichkeiten hervor.

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Der Garten

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Der heutige Garten ist das Ergebnis der sukzessiven Verkleinerungen, die das Anwesen 
im Laufe seiner Geschichte erfahren hat. Die von Gaudí entworfenen architektonischen Elemente —Wasserfall, runder Brunnen und Aussichtspunkt—   konnten nicht wiederhergestellt werden, wohl aber die Atmosphäre der ursprünglichen Umgebung des Hauses.

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Der Zwergpalmenzaun

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Der Zaun aus Gusseisen stellt ein Zwergpalmenblatt dar. Er wurde 1885 für den Zugang zum Haupteingang geschaffen, obwohl er schließlich das gesamte Anwesen umgab. Nach der Restaurierung wurde er so verlegt, dass er Besucher wieder vor der aktuellen Haustür zum Eintritt ins Haus willkommen heißt.

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Die Empore

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Sie verbindet das Äußere mit dem Inneren des Hauses, wie die Dekoration des Bereichs beweist, insbesondere das Trompe-l’Œil des Daches, das die Zwergpalmenblätter des Gartens und den Himmel darstellt.

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Die Veranda und das Foyer

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Die Eingangsveranda der Casa Vicens wurde so restauriert, wie sie ursprünglich war, offen und mit Blick auf die Straße. Das Foyer wurde im Laufe seiner Geschichte mehrfach umgebaut und verfügt heute als Folge der um 1925 erfolgten Erweiterung über einen seitlichen Eingang.

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Das Esszimmer

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In diesem Teil des Hauses befinden sich die meisten dekorativen und ornamentalen Elemente. Neben dem Kamin als Mittelpunkt des Raumes rahmen originelle, in die Mauern integrierte Möbel die vertikalen Ornamente und eine Sammlung von 32 Ölbildern auf Leinwand und Holz des Malers Francesc Torrescassana i Sallarés (1845-1918) ein.

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Rauchsalon

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Das Juwel des Hauses im arabischen Stil wurde gründlich restauriert, um seine ursprüngliche Polychromie wiederherzustellen; hervorzuheben ist die Einzigartigkeit der aus Pappmaché gefertigten Stücke an den Wänden.

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Das Café

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Die Gastronomiefachschule Hofmann, die sich für den Nachwuchs einsetzt und höchste Qualität garantiert, bietet den Besuchern eine Cafeteria mit leckerem und vollständigem Frühstück, Brunch und Snacks.

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ERSTES OBERGESCHOSS
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Die Schlafzimmer

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Gaudí gestaltete das Innere dieses Sommerhauses so, als wäre es eine Erweiterung des Gartens, so dass wir in der gesamten Inneneinrichtung mediterrane Flora und Fauna finden.  Der Architekt verknüpfte sowohl farblich als auch symbolisch jeden dieser Räume mit sich selbst und miteinander

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Die Terrasse

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Der über der Empore gelegene Außenbereich ist mit dem Hauptschlafzimmer des Hauses verbunden und sorgt für angemessene Beleuchtung und Belüftung. Gaudí schloss die Terrasse ringsum mit einer Holzbank mit Geländer, kombiniert mit einem Metallprofil, ab. So wird eine bedächtige Betrachtung der Natur, die das Haus umgibt, ermöglicht und dieser Bereich gleichzeitig geschützt.

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Die Bäder

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Das Vorhandensein eines Badezimmerbereichs im Haus macht deutlich, dass Casa Vicens auch hinsichtlich der Nutzung von fließendem Wasser wegbereitend war. Sehr wahrscheinlich ermöglichten die unter dem Haus gelegenen Grundwasserreservoirs die Versorgung mit Wasser für den häuslichen Gebrauch.

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Der Kuppelraum

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Über dem Rauchersalon im Erdgeschoss befindet sich ein kleiner Saal mit einer Kuppel, die mit einem Trompe-l’Œil dekoriert ist, das eine umgekehrte Sicht der kleinen Kuppel, die sich über dem Raum auf dem Dach erhebt, darstellt.  Es handelt sich um ein weiteres Mittel, das Innere eines Raumes optisch mit dem Äußeren zu verbinden.

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Der blaue Raum

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In diesem auf den Garten gerichteten Raum finden wir die Darstellung der Passionsblume, ein wiederkehrendes Motiv in Gaudís Werk und ein weiteres Beispiel dafür, wie Gaudí das Innere des Hauses als Außenraum und umgekehrt begreift.

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Die Flure

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Gaudí entwarf einfallsreiche sechseckige Flure sowohl im ersten Stock als auch im Erdgeschoss. Auf diese Weise werden lange Korridore überflüssig und der vorhandene Raum optimal genutzt.

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Die Treppe

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Ursprünglich waren alle Stockwerke des Hauses durch eine katalanische Gewölbetreppe verbunden. Von diesem Bauwerk, das während des Ausbaus durch Serra de Martínez entfernt wurde, sind nur noch die Überreste der gräulichen Stuckarbeiten erhalten geblieben, die im Bereich des Treppenabsatzes gefunden wurden.

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ZWEITES OBERGESCHOSS
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Der Dachboden

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Nachdem während des Sanierungs- und Restaurierungsprozesses alle inneren Trennwände, späteren Bodenbeläge und Zwischendecken entfernt wurden, hat der Dachboden seine ursprüngliche, offen angelegte Struktur wiedererlangt, die Antoni Gaudí nach der Tradition der heimischen katalanischen Architektur entworfen hatte. Die architektonische Typologie weist auf die Hypothese hin, dass dieser Raum ursprünglich für das Hauspersonal gedacht war.

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Dauerausstellung

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Gezeigt wird eine Reise durch die Geschichte dieses ersten Gaudí-Hauses: der soziokulturelle Kontext der Epoche, die vorigen Werke des Architekten, vorhandene Quellen und Einflüsse, die Aus- und Umbauten, die das Anwesen durchlaufen hat, und die Techniken und Materialien, die für die baulichen und dekorativen Elemente der Casa Vicens verwendet werden.

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DAS DACH
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Das Dach

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Dies ist Gaudís erstes begehbares Dach: ein Ort für Flucht und Kontemplation, ein authentischer Aussichtspunkt auf das Barcelona des 19. Jahrhunderts. Die Türme und Kuppeln an den verschiedenen Ecken des Gebäudes zeigen den Einfluss arabischer und orientalischer Architekturen.

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KELLER
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Shop-Bücherei

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Die sozialwirtschaftliche Kooperative La Capell erweitert ihren Aktionsradius vom Zentrum der Stadt auf den Stadtteil Gracia. Das Geschäft liefert und koordiniert das Angebot an Produkten und Aktivitäten, die speziell für Casa Vicens entwickelt wurden.

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